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Unabhängig, vielfältig, transparent: WG Thyrnau Kellberg präsentiert ihr Team

„Nah am Menschen“: WG Thyrnau Kellberg geht mit starkem Team in die Wahl

Von Dionys Asenkerschbaumer

Thyrnau. Die Wählergemeinschaft Thyrnau-Kellberg versammelte sich im Edlfurtnersaal in Thyrnau, um ihre Kandidaten für die Kommunalwahl vorzustellen: eine Gruppe aus erfahrenen Gemeinderäten und hochmotivierten jungen Frauen und Männern, die sich in der Kommunalpolitik engagieren wollen.

In seiner Begrüßung beschreibt der Vorsitzende und Listenführer der WG, Sebastian Dillinger, das momentane Gefühl vieler Bürger: „Sie sind unzufrieden mit der aktuellen Politik, mit dem Hin und Her in Berlin und mit den Parteien.“ Der parteiunabhängigen Wählergemeinschaft, die als eingetragener Verein organisiert ist, gehe es ausschließlich um die Gemeinde. Ihr Motto lautet: „Unabhängigkeit, Vielfalt und Transparenz.“ Man diskutiere miteinander, aber letztendlich entscheide jeder und jede selbst. So habe man bereits in der Vergangenheit gehandelt. Der zweite Vorsitzende, Veit Müller, betonte das gegenseitige Vertrauen, den respektvollen Umgang miteinander sowie die Abgrenzung gegenüber rechtsextremen Ansichten und linker Ideologie.

Neben den erfahrenen Gemeinderäten Gudrun Sagberger, Georg Böhmisch, Edin Music und Sebastian Dillinger stellten sich hochmotivierte Kandidaten mit verschiedenen Talenten und Ideen vor. Dazu gehören etwa Christian Luckner, Journalist und Pressesprecher in einem benachbarten Landratsamt, sowie Tobias Wagner, der sich in Kindergarten und Fußballverein um Kinder kümmert. „Es müssen unbedingt mehr Frauen in den Gemeinderat!“, forderte Edin Music. Diskussionen würden seiner Meinung nach sachlicher werden, wenn Frauen dabei sind, vor allem, wenn bei einer Sitzung wieder einmal zwei Alpha-Männchen aneinandergeraten. Georg „Girgl“ Böhmisch sieht die Jugend- und Vereinsarbeit als entscheidendes Thema, das er als Vorsitzender der DJK Kellberg ohnehin seit Jahren sehr erfolgreich „beackert“. Einfach, ehrlich und locker müsse es zugehen, so Böhmisch.

Ramona Riedl, die sich mit ihrer Initiative „Korken für Kinder“ in Thyrnau einen Namen gemacht hat, bringt es auf den Punkt: „Nah am Menschen, ehrlich im Herzen!“ Mit dabei ist auch Dr. Martin Babenberger, promovierter Politikwissenschaftler und Mitorganisator der „Wochen zur Demokratie“. Dominik Anetseder aus Raßbach ist professioneller Schulden- und Insolvenzberater und möchte sich entsprechend einbringen. Gudrun Sagberger, die bereits mehrere Perioden im Gemeinderat saß, hat die Zukunft im Blick. Für sie ist Nachhaltigkeit der entscheidende Punkt. Pascal Moortz, Polizeibeamter, wirft seine Erfahrungen und sein Wissen in die Waagschale. Fabian Hittmann, Fachinformatiker und Gastronom aus Fattendorf, fordert: „Wir brauchen heute Haltung!“ Von rechts- und linksextremen Einstellungen hält er gar nichts. Als Wirt weiß er, dass man mit den Leuten reden muss und sich auch von ihnen eines Besseren belehren lassen darf. Michael Böhmisch, studierter Jurist und Mitarbeiter der Hauzenberger Bürgermeisterin, meinte zum Gaudium der Zuhörer, die ihn oft auf seinen auffälligen Ohrschmuck ansprachen: „Lieber ein Loch im Ohr als ein Loch im Hirn.“ Sein Motto lautet: „Ärmel hochkrempeln, loslegen und sachlich bleiben.“ Felix Plachi ist Berufssoldat mit Erfahrungen in Afghanistan und anderen Krisenherden der Welt. Er weiß, was es heißt, einen kühlen Kopf zu bewahren. Für ihn ist es wichtig, hier und jetzt Verantwortung zu übernehmen. Beate Schwarz betont, dass sie eine „stolze Thyrnauerin“ sei, und fordert unverblümt: „Wir brauchen Frauen, die man hört!“ Und sie ist so eine. Ihr Motto lautet: „Einfach, transparent und fair!“ Michael Eichberger aus Schörgendorf liegt das Kurgästehaus Kellberg sehr am Herzen. Als Feuerwehrler und langjähriges Mitglied der Faschingsgilde kommt er viel herum und weiß, welch fabelhafter Veranstaltungsraum das mittlerweile sanierungsbedürftige Gebäude ist, das unbedingt erhalten werden muss.

Sebastian Dillinger bringt es auf den Punkt: Zunächst geht es um das Wohl der Gemeinde, Parteipolitik und Fraktionszwang müssen dabei zurückstehen. Zum Schluss meldete sich ein älterer Besucher sichtlich gerührt zu Wort und gratulierte dem Listenführer der WG zu seinem Kandidaten-Team. Zudem freue er sich über den geglückten Generationswechsel. Ihm seien, so der Besucher, der nicht namentlich genannt werden wollte, die vielen Talente und Fähigkeiten der Jungen ins Auge gefallen. Er konstatierte ihnen ein enormes Potenzial an Überzeugungen und Ideen für ein gutes Zusammenleben in der Gemeinde.

Begleitet vom Trio Erndl Buam, das die Veranstaltung mit angenehmer Volksmusik unterhielt, ging es schließlich über zu einer gepflegten bayerischen Mahlzeit, welche die WG spendierte. Am Freitag, dem 30 Januarstellt sich das WG Team noch einmal beim Kirchenwirt in Kellberg vor. Die gesamte Bevölkerung ist herzlich eingeladen.